Linien

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Gestalten mit Linien

Linien sind das wichtigste Grundelement jeder Zeichnung. Es lohnt sich daher, sich erst einmal mit dem Zeichnen von Linien zu beschäftigen. CorelDraw bietet als 4. bzw. 5 Werkzeug den Zeichenstift an.

Praxis: Auswählen und Einsetzen des Linienzeichners

  1. Beginnen sie mit einer leeren, neuen Zeichenfläche. Klicken sie mit der Maus das den Zeichenstift, an. Das Symbol wird vom Programm schwarz unterlegt.
  2. Wenn Sie jetzt den Mauszeiger auf die Zeichenfläche verschieben, erscheint das Symbol eines Fadenkreuzes. Sie können mit dem Kreuz hin- und herfahren und merken, es passiert erst nichts. Das ist ein großer Vorteil gegenüber normalen Zeichenstiften, die sofort bei der Berührung mit der Zeichenfläche eine Spur hinterlassen.
  3. Durch Drücken der linken Maustaste wird der Anfangspunkt einer Linie gesetzt.
  4. Sobald Sie die linke Maustaste loslassen, erscheint zwischen dem Startpunkt und der aktuellen Position des Mauszeigers eine geradlinige Verbindung.
  5. Durch einen zweiten Druck auf der linken Maustaste setzt CorelDraw den Endpunkt der Linie.

Probieren Sie das Linienzeichnen aus und zeichnen Sie Linien kreuz und quer. Versuchen Sie dabei, mehrere Linien an einem Punkt beginnen oder enden zu lassen. Vielleicht sieht Ihre Arbeitsfläche am Schluss dann so aus:

Bild 2.2: Linien

Wie sie sicher gemerkt haben, ist es nicht einfach, mehrere Linien genau an einem Punkt enden zu lassen. Um Linien genau an einem Punkt beginnen zu lassen, braucht man eine ruhige Hand und auch dann klappt es dennoch nicht immer. Vielleicht haben sie auch einmal nicht sofort die linke Maustaste losgelassen. Das hat dann zur Folge, das CorelDraw in dem Falle keine Linie, sondern eine Kurve zeichnet.

  • Hinweis:
    Um gerade Linien zu zeichnen, dürfen Sie am Anfangspunkt nur einmal kurz die linke Maustaste betätigen. Danach sollten Sie sofort die Maustaste wieder loslassen, mit dem Zeichenkreuz zum Endpunkt der Linie fahren und dort wiederum nur kurz die linke Maustaste betätigen. In einer Art Vorschau zeigt eine Verbindungslinie vom Anfangspunkt bis zum Zeichenkreuz den möglichen Linienverlauf. Nachdem Sie den Endpunkt gesetzt haben erscheint die Linie, mit einer offenen Punktmarkierung. Die Markierungen bleiben Ihnen solange erhalten, bis Sie den nächsten Zeichenvorgang abgeschlossen haben. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, an einem der beiden vorherigen Linieneckpunkten weiter zu zeichnen.

Für Zeichnungen aller Art, und besonders für technische Zeichnungen ist punktgenaues Zeichnen von grosser darstellerischer Wichtigkeit. Ein Anwendungsbeispiel ist die perspektivische Darstellung von grafischen Objekten. Der perspektivische Eindruck entsteht durch die besondere Rolle der Fluchtpunkte.
Fluchtpunkte sind die Punkte, in denen sich die Linien sozusagen optisch hinein flüchten, oder anders ausgedrückt, das sind die Punkte, an denen sich die Schräglinien der Darstellungsobjekte mit dem Horizont schneiden. Die Bedeutung der Fluchtpunkte ist an der folgenden Darstellung genau abzulesen

Bild 2.3: Fluchtpunkt

Diese Darstellung benötigt zwei Fluchtpunkte. Je nach der Komplexität der Zeichnung und des optischen Eindrucks können Zeichnungen nur einen oder auch mehrere Fluchtpunkte haben. Allen Fluchtpunkten gemeinsam ist, dass Sie auf der Horizontalen liegen.

Eine ebenso wichtige Rolle wie zentrische Linien spielen in vielen Strichzeichnungen parallele Linien. Sie werden besonders bei Schraffuren zur Kennzeichnung von Material oder für die visuelle Darstellung von Tiefe in Grafiken benötigt. Speziell Licht und Schattierungen werden häufig mit Parallelen dargestellt.

Bild 2.4: Räumliche Darstellung nur mit Schraffuren

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