Hilfslinien

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Rasten an Hilfslinien

CorelDraw stellt waagerechte und vertikale Hilfslinien für die zeichnerische Arbeit zur Verfügung. Einmal können Sie die Hilfslinien dazu verwenden, sich optisch zu orientieren. Sie können aber auch Objekte an Hilfslinien ausrichten. Zwei Hilfslinien, die sich genau im gewünschten Fluchtpunkt schneiden, lösen das Problem der exakten Positionierung des Fluchtpunktes.

Praxis: Einen Fluchtpunkt (Vertikal/Horizontal) = (95.3/-90.4) mit Hilfe von Hilfslinien festlegen

  1. Beginnen Sie mit einer leeren Arbeitsfläche, indem sie die Vorlage BEGINN.CDT laden.
  2. Öffnen sie das Dialogfeld HILFSLINIEN mit LAYOUT/HILFSLINIEN EINRICHTEN
  3. Klicken Sie auf Vertikal und tragen sie -90.4 ein und bestätigen sie mit Hinzufügen.

CorelDraw fügt die entsprechende Hilfslinie hinzu. Wiederholen sie für Horizontal die Schritte 2 und 3 mit dem Eintrag 95.3.

Für die weitere Arbeit vergrößern sie mit der Lupe den Arbeitsausschnitt um den Schnittpunkt der Hilfslinien. Klicken sie aus dem Flyout-Menü der Lupe das Lupensymbol mit dem Minuszeichen an. Die eingerichteten Hilfslinien müssen nur noch im Menü LAYOUT/ AUSRICHTEN AN aktiviert werden.

Zeichnen sie jetzt Linien, die sie auf die Hilfslinien zuführen. Versuchen sie festzustellen, ab wann das Zeichenwerkzeug wie magnetisch angezogen wird. Probieren sie, wie nahe sie mit dem Zeichenwerkzeug an eine Hilfslinie heran müssen, damit die Linie automatisch dort beginnt.

Im Bereich von zwei Untereinheiten des Lineals werden Anfangs- bzw. Endpunkt eingefangen. Es gilt die gleiche Genauigkeit, die sie schon bei der Objektrasterung kennen gelernt haben.

    Hinweis: Sie müssen darauf achten, dass der Ursprung des Gitters mit (Horizontal/Vertikal) = (0,210) eingestellt ist, d.h. das Lineal beginnt an der linken, oberen Seite jeweils mit Null. Die Einheiten des vertikalen Lineals werden nach unten größer und müssten logischerweise nach den mathematischen Konventionen negative Werte anzeigen. Für eine Linealdarstellung ist dies unüblich. Man hilft sich schon mal dadurch, dass man Minuswerte in einer anderen Skalenfarbe darstellt. CorelDraw macht in der Darstellung positiver oder negativer Koordinatenwerte keine Unterschiede, sondern versucht in Hilfsbildschirmen mit entsprechenden Koodinatenkreuzdarstellungen Abhilfe zu schaffen.

Sind sie im Umgang mit Koordinaten nicht so geübt, kann es für sie erst verwirrend sein, dass der Fluchtpunkt die Koordinaten (95.3/-90.4) hat. Die Hilfslinien werden Horizontal -90.4 und Vertikal 95.3 eingestellt. Zum genaueren Verständnis der Angaben, sollten sie sich kurz noch einmal die Funktionsweise eines kartesischen Koordinatenkreuzes an sehen.

Bild 2.6: Kartesische Koordinatenkreuz

Die Koordinatenachsen teilen die Ebene in so genannte 4 Quadranten. Die oben gewählte Einstellung (0/210) für den Gitterursprung bedeutet nichts anderes, als das CorelDraw - Zeichenblatt den II. Quadranten abbildet.

In der Abbildung 2.6 sind alle Quadranten sichtbar. In jedem Quadranten ist ein Punkt mit seinen Koordinatenbezeichnungen eingetragen. Der Punkt im ersten Quadranten hat die Koordinaten (48/56). Die horizontale Hilfslinie, die durch diesen Punkt verläuft, schneidet die vertikale Koordinatenachse im Punkte (0/56). Um diese horizontale Hilfslinie einzurichten, müssen Sie also im Hilfslinienmenü für horizontal 56 angeben. Für die vertikale Hilfslinie ist der Eintrag entsprechend.

Parallele Linien lassen sich mit den bisher beschriebenen Rastermethoden nicht immer befriedigend erstellen. Je nachdem nämlich, wie fein Sie die Linealrasterung eingestellt haben, ist es nicht ganz so einfach mit Hilfe der Linealrasterung Parallelen zu zeichnen. Sie merken beim Zeichenvorgang, dass die Linien einrasten. Aufgrund der geringen Richtungsver-schiebungen bei feinen Rastern bleibt aber ein Teil von Unsicherheit. Es bleibt die Frage, ob auch der richtige Abstand getroffen wurde. Besser ist es deswegen, Parallelen über Duplizieren oder Klonen von Objekten zu konstruieren.

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