Freihand

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Freihandzeichnen

Erschwert wird das Freihandzeichen beim computergestützten Arbeiten durch das Eingabegerät, die Maus. Trainiert haben wir mit dem Bleistift, dem Kugelschreiber oder Füllfederhalter. Mit der Maus, da haben es einige Experten versucht. Ansonsten ist es schon ziemlich ungewohnt, die Zeichenbewegung der Hand über die Maus auf den Bildschirm zu bekommen. Von der massigen Übertragung ganz zu schweigen. Es ist im Laufe der letzten Jahren schon besser geworden, schwierig ist das “Maus-Zeichnen” geblieben.

Wenn sie viele grafische Arbeiten zu erledigen haben, dann sollten sie sich unbedingt einen elektronischen Zeichenstift zulegen. Erst mit einem schnurlosen, vielleicht auch druckempfindlichen elektronischen Zeichenstift z.B. der Firma WACOM, kommen sie dem normalen Zeichnen am nächsten. Für gelegentliche Arbeit reicht ein DIN A5 Zeichentablett. Bei größeren Arbeiten brauchen sie schon mindestens DIN A4. Das wird ein teurer Spaß, werden sie denken, wenn Sie professionell mit CorelDraw arbeiten wollen, müssen sie schon in Hardware investieren. Dazu gehört dann auch ein Graphiktablett.

Bild 2.26: Freihandzeichnung

Freihandzeichnen ist unkompliziert. Wählen sie dazu den normalen Zeichenstift aus. Sie dürfen nur beim Zeichnen die linke Maustaste nicht loslassen, dann folgt die gezeichnete Linie der Bewegung Ihres Eingabegerätes. Es sieht so aus, als ob CorelDraw sofort auf dem Bildschirm zeichnet. Es liest sich einfach, doch einen klaren Strich zu führen ist schwieriger als sie zunächst annehmen werden.

Wieweit CorelDraw wirklich der Bewegung des Eingabegerätes folgt, können sie am besten daran sehen, dass Sie sich eine Vorlage nehmen und die Linien nachfahren. Denn erst durch den Vergleich werden die Unterschiede deutlich.

Bild 2.27: Vergleich Original mit Freihand-Nachzeichnung

Original und Nachzeichnung sind als solche zu erkennen. Die Übersetzung ist trotz WACOM-Tablett und Zeichenstift nicht so berauschend. Dafür gibt es ja auch das so genannte Tracing oder automatische Vektorisierung von Pixelgrafik. CorelDraw hat sogar eine eigene Applikation dafür in seiner Programmsammlung, dazu im Kapitel über Pixelgrafik mehr.

Die schlechte Übersetzung der Bewegung rührt daher, dass CorelDraw die Bewegung nicht Pixel für Pixel umsetzt, sondern eine Kurve darstellt. Für diese Kurve muss das Programm automatisch Stützpunkte setzen, und zwar immer dann, wenn die Richtungsänderung das verlangt. Je zügiger sie zeichnen, um so weniger Kurvenpunkte setzt CorelDraw. Es kann aber immer nur eine Angleichung an die reale Bewegung sein.

In der Hilfe <F1> können sie noch nachlesen, was sie alles noch in der Grundeinstellung für das Freihandzeichen von Linien und Kurven verändern können wie das sind:

  • Freihandtracking: je niedriger der Wert, um so eckiger die Kurvenangleichung.
  • Eckengrenzwert: je niedriger der Wert, um so eher werden spitze Knotenpunkte eingefügt.
  • Geradengrenzwert: je niedriger der Wert, um so mehr werden geraden verwendet.

Das einfache Freihandzeichnen erweist sich als die Zeichenform, die besonders viel üben müssen, um ein für Sie brauchbares Ergebnis zu erhalten. Nur durch Ausprobieren der einzelnen Einstellmöglichkeiten, können Sie CorelDraw optimal für sich konfigurieren.

Es ist und bleibt letztlich eine Näherung, die das Programm Ihnen liefert. Notfalls müssen Sie die Zeichenlinien im Detail weiter bearbeiten. Dazu später mehr.

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