Ausrichtung

SHAR-BOOK          © Hans Jörgen Wevers

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Ausrichtung elementarer Formen

Sie können sich jetzt fragen, was hat das alles mit Grafik und Computer zu tun hat. Für die Zeichentechnik ist es sicher egal, ob sie mehr die Waagerechte oder die Senkrechte betonen.

Für die grafische Botschaft ihrer Zeichnung ist es nicht egal. Da müssen sie sich schon über grundsätzliche optische und psychologische Wirkungen im klaren sein, um Effekte gezielt in Ihre Arbeit mit einfließen zu lassen.

Ausgebildete Grafiker und Designer verfügen meistens über solches Wissen, nicht aber jeder Computergrafiker oder Einsteiger in den grafischen Bereich. Am besten experimentieren sie praktisch am Bildschirm und zeichnen die verschiedensten Rechtecke.

Die Aufgabe sieht recht einfach aus, und man könnte sie übergehen. Lassen sie sich von Ihrer Neugierde anstecken und versuchen sie es trotzdem. Denken Sie nicht nur über die Wirkungen nach, sondern versuchen Sie mehr mitzubekommen, an was Sie denken, wenn Sie Ihr Ergebnis sehen. Eine neue Idee ist ganz selten ein Zufallsprodukt.

Wollen sie Quadrate oder Rechtecke zeichnen, deren Seiten schräg verlaufen, so können sie dies mit dem 3-Punkt-Rechteckzeichner. Die Seiten der Rechtecke verlaufen dann nicht mehr waagerecht, sondern schräg.



Schräge Quadrate rufen Unsicherheit im Betrachter hervor. Es scheint, als wollten wir in unsere Vorstellung eine Kippbewegung ausführen, damit die Form wieder stabil wird.

    • Die Schrägen werden von uns immer von einer imaginären Senkrechten oder Waagerechten her beurteilt. Danach richtet sich unser optischer Eindruck, ob das Objekt sich hebt oder ob es fällt.
    • Steht ein Quadrat im 45°-Winkel auf einer Quadratspitze, so sind wir sehr beunruhigt. Das dargestellte Objekt hat in diesem Fall die Position eines labilen Gleichgewichts und kann durch geringste Veränderungen die Gleichgewichtslage sofort verlassen.
    • Es muss etwas in der Form ausbalanciert werden. 
    • Hinweis:Objektdarstellungen, die ein labiles Gleichgewicht verdeutlichen, eignen sich besonders als Grundfläche für Signale, weil der Mensch schon aus Vorsicht sofort hinschaut.

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